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Die Rolle der Spiritualität bei der Genesung: ein praktischer Leitfaden

Autorenbild: Spiritual Network
Spiritual Network
31. Juli
11 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag


Frau meditiert mit Kerzen und Kristallen

Spiritualität unterstützt die Genesung, indem sie Sinn, Verbundenheit und den Umgang mit Stress stärkt – drei Dinge, die konventionelle Behandlung oft nicht ganz abdecken kann. Harvard Health beschreibt schwere Krankheit als häufigen Auslöser einer Sinnkrise, und die Arbeit des Forschers Jeff Levin aus dem Jahr 2024 ordnet kontemplative Praktiken als empirisch fundiert und wirksam ein, um körperlichen und psychischen Stress zu verringern. Genau hier setzt Spiritual Network an: dort, wo das, was du mit dir trägst, noch nicht die passende Unterstützung gefunden hat.

 

Praxistipp: Nenn heute Abend vor dem Einschlafen eine Sache, für die du dankbar bist, und eine, die du loslässt. Diese zweiteilige Reflexion, angelehnt an Dankbarkeits- und Loslass-Übungen aus vielen Traditionen, dauert keine zwei Minuten und hilft deinem Nervensystem, in die Ruhe zu finden.

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

Wie unterstützt Spiritualität die Genesung wirklich?

 

Spiritualität wirkt über mehrere unterschiedliche Wege. Wenn du sie kennst, kannst du Praktiken wählen, die zu dem passen, was du gerade mit dir trägst.

 

Regulation von Körper und Geist ist der am besten untersuchte Weg. Meditation, Achtsamkeit und Gebet aktivieren die Entspannungsreaktion, senken den Cortisolspiegel und verringern die körperliche Last von chronischem Stress. Jeff Levins Übersichtsarbeit von 2024 bestätigt, dass diese drei Methoden körperlichen wie psychischen Stress nachweislich verringern und sich damit für die Einbindung in die klinische Versorgung eignen.


Hände bei einer Energieheilung im Kerzenlicht

Sinnfindung wirkt anders. Wenn eine schwere Diagnose oder ein Verlust die Geschichte zerbricht, in der du bisher gelebt hast, bietet spirituelle Praxis einen Weg, wieder ein Gefühl von Sinn aufzubauen. Harvard Health beschreibt das als eine der praktischsten Aufgaben spiritueller Begleitung: Menschen zu helfen, neue Quellen der Hoffnung zu finden, wenn die alten versiegt sind.


Infografik: fünf spirituelle Schritte in der Genesung

Gemeinschaft und Verbundenheit mit anderen sind genauso wichtig. Die Forschung zu Spiritualität in der Genesung unterscheidet zwischen vertikalen Erfahrungen (Verbindung mit etwas Transzendentem) und horizontalen (Verbindung mit anderen, mit Gemeinschaft, mit dir selbst). Beide unterstützen eine langfristige Integration und das spürbare Gefühl, im eigenen Leben zu Hause zu sein.

 

Ritual und Verkörperung verankern das Abstrakte im Körperlichen. Eine Kerze anzuzünden, ein Labyrinth abzuschreiten oder jeden Tag mit einer kurzen Absicht zu beginnen, gibt Halt, wenn sich alles andere unsicher anfühlt.

 

So wirken sich die einzelnen Wege meist praktisch aus:

 

  • Regulation von Körper und Geist: weniger Angst, weniger körperliche Anspannung, besserer Schlaf

  • Sinnfindung: mehr Widerstandskraft, weniger Hoffnungslosigkeit, leichtere Entscheidungen

  • Verbundenheit in Gemeinschaft: weniger Isolation, mehr gegenseitige Verbindlichkeit, emotionale Spiegelung

  • Ritual und Verkörperung: schafft Verlässlichkeit, sammelt zerstreute Aufmerksamkeit, markiert Übergänge

  • Transzendente Erfahrung: öffnet die Perspektive, lindert Angst, unterstützt Annahme

 

Hinweis zur Forschung: Eine Übersichtsarbeit von 2024 zu Meditation, Achtsamkeit und Gebet (JORH/Baylor) bestätigt, dass kontemplative Praktiken über die Verbindung von Körper und Geist wirken und sich für strenge empirische Forschung eignen – keine Randmethoden, sondern seriöse Werkzeuge mit wachsender Evidenz.

 

Was zeigt die Forschung tatsächlich?

 

Die Forschung verbindet spirituelle Unterstützung bei vielen Erkrankungen mit besserer Bewältigung, mehr Widerstandskraft und höherer Lebensqualität, auch wenn kontrollierte Studien in manchen Bereichen noch rar sind.

 

Zentrale Ergebnisse aus der Literatur:

 

  • Spiritualität und Religiosität gehen bei Menschen mit fortgeschrittenen chronischen und unheilbaren Erkrankungen mit besserer psychischer Anpassung, weniger Angst und Hoffnungslosigkeit sowie mehr Widerstandskraft einher.

  • Systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass spirituelles Wohlbefinden bei schweren Erkrankungen mit besserer Lebensqualität und weniger Entscheidungskonflikten verbunden ist und dass unerfüllte spirituelle Bedürfnisse mit stärkerer Belastung einhergehen.

  • Eine wachsende Zahl empirischer Arbeiten stützt Zusammenhänge zwischen spirituellen Überzeugungen, gemeinschaftlichen Praktiken, Ritualen und positiven gesundheitlichen Folgen – so deutlich, dass manche Fachleute Spiritualität als sozialen Einflussfaktor auf die Gesundheit einordnen.

  • Für viele Menschen ist Spiritualität auf dem Weg aus der Sucht eine wichtige Ressource, auch wenn Ausdruck und Rolle je nach Geschlecht und ethnischer Herkunft unterschiedlich sind.

  • Sinnorientierte Gespräche, das Einbeziehen der Familie und das Festhalten der eigenen Werte in der Vorsorgeplanung stärken das spirituelle Wohlbefinden, richten die Behandlung an den Werten der Betroffenen aus und verbessern das psychische Befinden.

 

Ehrliche Grenzen: Kulturelle Unterschiede machen es schwer, Ergebnisse auf andere Bevölkerungsgruppen zu übertragen. Was als „Spiritualität“ gemessen wird, unterscheidet sich stark zwischen den Studien. Randomisierte kontrollierte Studien zu manchen Methoden, darunter Energiemedizin und schamanische Praxis, sind weiterhin selten. Das heißt nicht, dass diese Praktiken unwirksam sind; es heißt, dass die Forschung der gelebten Erfahrung noch hinterherläuft.

 

Welche spirituellen Praktiken helfen am meisten – und wobei?

 

Diese Praktiken unterstützen bestimmte Bereiche: Stressregulation, Sinn, Zugehörigkeit, das eigene Tempo und verkörperte Präsenz. Keine davon verspricht Heilung, und alle wirken am besten neben ärztlicher oder therapeutischer Behandlung, nicht an ihrer Stelle.

 

  • Meditation und Achtsamkeit: verringern Angst und Grübeln; Achtsamkeitsübungen sind gerade in der Suchtprävention und auf dem Weg aus der Sucht gut belegt

  • Gebet und Reflexion: unterstützen Sinnfindung, Dankbarkeit und das Gefühl, gehalten zu sein; wirksam in weltlicher wie religiöser Form

  • Ritual: schafft Struktur und markiert Übergänge; besonders hilfreich bei Trauer, Krankheit oder großen Lebensveränderungen

  • Somatische und spirituelle Körperarbeit: widmet sich dem, was der Körper festhält; dazu gehören Atemarbeit, bewegungsbasierte Praktiken und verkörpertes Gebet

  • Energiemedizin (Reiki und andere energetische Praktiken): unterstützt Entspannung und Präsenz; wird oft als Tür zu tieferer Stille beschrieben

  • Gruppen und gemeinschaftliche Praktiken: verringern Isolation; schaffen Verbindung mit anderen und eine gemeinsame Sprache

  • Kontemplative Atemarbeit: reguliert das Nervensystem schnell; auch ohne spirituelle Vorkenntnisse zugänglich

 

Die Forschung zu Spiritualität in der Genesung beschreibt Kernaspekte, die in vielen Traditionen auftauchen: Loslassen, Dankbarkeit, Demut, Toleranz, Vergebung und das Gefühl, zu Hause zu sein. Du musst keiner Tradition angehören, um damit zu arbeiten.

 

Kultureller Kontext zählt. Eine Praxis, die in einer Tradition verwurzelt ist, kann sich in einer anderen fremd oder sogar verletzend anfühlen. Entscheidend ist, ob sie mit deinem eigenen Sinn für das Heilige in Resonanz geht, wie auch immer du es verstehst.

 

Praxistipp: Probier eine Praxis sieben Tage lang aus, bevor du sie bewertest. Neues fühlt sich erst einmal ungewohnt an; nach einer Woche weißt du genug, um zu erkennen, ob das Unbehagen Widerstand ist oder die Praxis wirklich nicht passt.

 

Warum ist Personalisierung bei spiritueller Begleitung so wichtig?

 

Wenn eine Praxis zu dir passt, ist sie relevanter, und du bleibst eher dabei. Eine Praxis, die zu deinen kulturellen Wurzeln, deiner Sprache und deinem Verhältnis zum Glauben passt, ist eine, zu der du tatsächlich zurückkehrst.

 

Die Forschung zur Suchtgenesung bestätigt, dass die Rolle der Spiritualität je nach Geschlecht und ethnischer Herkunft unterschiedlich ist. Eine Schwarze Frau, die in einer Baptistengemeinde aufgewachsen ist, ein Latino mit einem schwierigen Verhältnis zum Katholizismus und ein weißer, säkularer Berufstätiger bringen völlig unterschiedliche Geschichten mit spiritueller Sprache mit. Wer sie alle gleich behandelt, bietet eine allgemeine Unterstützung, die keinem von ihnen wirklich gerecht wird.

 

So kannst du deinen Zugang persönlich gestalten:

 

  • Wähl Worte, die für dich stimmig sind: „Gott“, „das Universum“, „die Quelle“, „mein tieferes Selbst“ – alle sind gültige Zugänge

  • Greif zuerst auf Rituale aus deiner eigenen kulturellen Tradition zurück, bevor du bei anderen leihst

  • Such eine Gemeinschaft, die zu dir als Mensch passt, nicht nur zu deinem Wohnort

  • Probier weltliche Formen der Praktiken aus (weltliche Achtsamkeit, nicht religiöse Trauerrituale), wenn dir ein religiöser Rahmen Unbehagen bereitet

  • Achte darauf, welche Aspekte – Dankbarkeit, Vergebung, Loslassen – sich für dich gerade am lebendigsten anfühlen

 

Praxistipp: Frag dich vor einer neuen Praxis: „Fühlt sich das an wie nach Hause kommen oder wie die Kleidung eines anderen tragen?“ Beide Antworten sagen dir etwas.

 

Wie nutzt du spirituelle Begleitung neben der ärztlichen Behandlung?

 

Spirituelle Begleitung ergänzt ärztliche und therapeutische Behandlung. Sie wirkt am besten, wenn sie festgehalten, offen angesprochen und in deine gesamte Behandlung eingebunden wird.

 

Bewährte Wege der Einbindung:

 

  • Sag deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Therapeutin, dass spirituelle Unterstützung Teil deiner Bewältigung ist – die meisten reagieren offen, wenn du sie als Ressource beschreibst und nicht als Ersatz für die Behandlung

  • Bring deine Werte und spirituellen Anliegen in Gespräche zur Vorsorgeplanung ein

  • Frag im Krankenhaus oder in deinem Behandlungsteam, ob es eine Seelsorge gibt; Klinikseelsorgende sind für die Begleitung über Traditionen hinweg ausgebildet und missionieren nicht

  • Führ kurze, strukturierte Gespräche über Sinn und Werte mit deiner Familie, damit alle wissen, was dir am wichtigsten ist

 

Formulierungen, die du anpassen kannst:

 

„Spirituelle Praxis ist ein wichtiger Teil davon, wie ich mit Stress umgehe und Sinn finde. Ich möchte, dass das in meiner Behandlung berücksichtigt wird.“

 

„Ich würde gern mit einer Seelsorgerin oder einem spirituellen Begleiter sprechen. Ich suche keine religiösen Antworten – ich brauche nur jemanden, der mir hilft, das zu sortieren, was ich mit mir trage.“

 

Für eine tiefere Orientierung zur spirituellen Integration neben anderer Unterstützung bieten drei Grundsätze einen praktischen Rahmen: spirituelle Bedürfnisse bei allen erfragen, sinnorientierte Gespräche führen und das Besprochene schriftlich festhalten.

 

Warnsignale, auf die du achten solltest:

 

  • Jemand drängt dich, eine verordnete Behandlung abzubrechen

  • Heilversprechen oder garantierte Ergebnisse

  • Druck, ein bestimmtes Glaubenssystem anzunehmen, um Unterstützung zu bekommen

  • Finanzieller Druck, der an spirituellen „Fortschritt“ geknüpft ist

 

Praxistipp: Nimm zu deinem nächsten Arzttermin einen Satz mit, der deine spirituelle Praxis beschreibt. Wenn das Gespräch darüber selbstverständlich wird, fällt es deinem Behandlungsteam leichter, dich als ganzen Menschen zu unterstützen.

 

Wie fängst du an? Ein einfacher Vier-Wochen-Plan

 

Ein Plan in Etappen funktioniert für die meisten am besten. Fang klein an, steigere dich langsam und achte darauf, wie du dich fühlst, statt bestimmten Ergebnissen hinterherzujagen.

 

  1. Woche 1: Tägliche Mini-Praxis. Wähl eine fünfminütige Übung für jeden Morgen: eine kurze Meditation, ein paar Zeilen über das, wofür du dankbar bist, oder einige Minuten bewusstes Atmen. Regelmäßigkeit zählt mehr als Dauer.

  2. Woche 2: Wöchentlicher Rückblick. Schreib am Ende jeder Woche drei Sätze: was du bemerkt hast, was sich verändert hat und was du noch mit dir trägst. Das sind deine Daten.

  3. Woche 3: Gemeinschaft finden. Besuch eine Gruppe, einen Kurs oder ein Online-Treffen, das zu deinen spirituellen Interessen passt. Eine Gemeinschaft zu finden, die zu dir passt, braucht Zeit; für einen ersten Eindruck reicht ein Besuch.

  4. Woche 4: Kontakt zu einer Begleitung aufnehmen. Wende dich an eine spirituelle Begleiterin, einen Energiearbeiter oder eine ganzheitliche Begleitung. Ein erstes Gespräch ist keine Verpflichtung.

 

Fragen, mit denen du Praktizierende oder Gruppen einschätzen kannst:

 

  • Wie sieht eine typische Sitzung aus, und wie lange dauert sie?

  • Wie gehst du vor, wenn jemand parallel in therapeutischer oder ärztlicher Behandlung ist?

  • Arbeitest du innerhalb einer bestimmten Tradition, oder ist deine Praxis offen für unterschiedliche Hintergründe?

  • Was passiert, wenn es mir nach einer Sitzung schlechter geht?

  • Gibt es Erwartungen an Glauben oder Verbindlichkeit?

 

Praxistipp: Notiere zwei Wochen lang, wie du dich vor und nach jeder Übung fühlst. Du suchst keine dramatischen Veränderungen. Du suchst ein kleines, beständiges Gefühl, etwas entspannter zu sein.

 

Was kannst du realistisch erwarten – und wann?

 

Stresslinderung kann sich schon Stunden oder Tage nach Beginn einer regelmäßigen Praxis zeigen. Tiefere Sinnfindung braucht Wochen bis Monate, und das langfristige Gefühl, im eigenen Leben zu Hause zu sein, entfaltet sich oft über ein Jahr oder länger.

 

Ein typischer Verlauf:

 

  • Stunden bis Tage: weniger akute Angst, ein Moment der Ruhe, das Gefühl, weniger allein zu sein

  • Wochen: gleichmäßigerer Schlaf, mehr Fähigkeit, Ungewissheit auszuhalten, erste Perspektivwechsel

  • Monate: ein klareres Gespür dafür, was zählt, weniger Hoffnungslosigkeit, stärkere Bindungen in der Gemeinschaft

  • Langfristig: ein spürbares Gefühl von Integration, bei dem spirituelle Praxis in den Alltag eingewoben ist, statt nur obendrauf zu kommen

 

Häufige Schwierigkeiten und kurze Hinweise:

 

  • Spirituelles Bypassing: spirituelle Praxis nutzen, um schwierigen Gefühlen auszuweichen, statt sie zu verarbeiten. Wenn du merkst, dass du mit Meditation vor der Trauer fliehst, statt ihr zu begegnen, mach langsamer und überleg, parallel zu deiner Praxis therapeutische Unterstützung zu suchen.

  • Gemeinschaft passt nicht: Eine Gruppe, die nicht zu dir und deinen Werten passt, zehrt eher an dir, als dich zu nähren. Zieh ohne schlechtes Gewissen weiter.

  • Trauer kommt hoch: Spirituelle Praxis öffnet oft, was verschlossen war. Das ist kein Zeichen, dass etwas falsch läuft. Es ist ein Zeichen, dass etwas bereit ist, gesehen zu werden.

 

Wenn deine Belastung deutlich zunimmt oder du Gedanken hast, dir selbst zu schaden, wende dich bitte an eine psychotherapeutische oder ärztliche Fachperson. Spirituelle Begleitung ergänzt die klinische Versorgung; sie ersetzt sie nicht.

 

Spirituelles Wohlbefinden hängt bei schweren Erkrankungen mit besserer Lebensqualität zusammen, unerfüllte spirituelle Bedürfnisse dagegen mit stärkerer Belastung – fehlende Unterstützung hat also ihren eigenen Preis.

 

Das Wichtigste auf einen Blick

 

Spiritualität unterstützt die Genesung über Sinn, Verbundenheit und Stressregulation – und wirkt am besten, wenn sie persönlich zugeschnitten, mit der klinischen Versorgung verbunden und mit realistischen Erwartungen angegangen wird.

 

Punkt

Details

Kernrolle

Spiritualität unterstützt die Genesung, indem sie neben der konventionellen Behandlung Sinn, Verbundenheit und Stressregulation stärkt.

Studienlage

Die Forschung verbindet spirituelles Wohlbefinden mit weniger Angst, mehr Widerstandskraft und höherer Lebensqualität; unerfüllte Bedürfnisse gehen mit stärkerer Belastung einher.

Personalisierung

Spirituelle Unterstützung wirkt je nach Geschlecht und ethnischer Herkunft unterschiedlich; eine Praxis, die zu deinen Wurzeln passt, ist relevanter und trägt länger.

Grundsatz der Einbindung

Sprich deine spirituelle Praxis bei deinem Behandlungsteam an, halte deine Werte fest und bezieh Seelsorge oder spirituelle Begleitung ein, wenn möglich.

Ausgangspunkt

Spiritual Network und die kostenlose Spine App verbinden dich mit Heilern, Energiearbeitern und ganzheitlichen Begleitern, die dich auf deinem Weg unterstützen.

Wo Spiritual Network dir eine Tür öffnen kann

 

Wenn das, was du mit dir trägst, auf konventionellem Weg nicht die passende Unterstützung gefunden hat, bietet Spiritual Network einen anderen Zugang. Es verbindet dich mit Energieheilern, Reiki-Praktizierenden, Schamanen und ganzheitlichen Begleitern – online oder in deiner Nähe –, ohne dass du vorher genau wissen musst, was du brauchst.

 

Spiritual Network

 

In der kostenlosen Spine App entsteht die Verbindung. Beschreib in deinen eigenen Worten, was dich gerade bewegt, und die App schlägt dir Heiler, Praktiken, Veranstaltungen und Podcasts vor, die zu deiner jetzigen Situation passen. Dazu kommen Workshops, Retreats und Audio-Begleitungen, die du in deinem eigenen Tempo nutzen kannst – ob du gerade erst anfängst oder eine Praxis vertiefst, die dich schon seit Jahren begleitet.

 

Spiritual Network macht keine medizinischen Versprechen und stellt spirituelle Begleitung nie als Ersatz für klinische Versorgung dar. Es steht an ihrer Seite, als Begleiter für die Teile von dir, die die Medizin allein nicht immer erreicht. Besuch Spiritual Network, um die Spine App zu finden und loszulegen.

 

Hilfreiche Quellen zum Weiterlesen

 

Diese Quellen sind in den Artikel eingeflossen und lohnen sich auch im Original:

 

  • Harvard Health, „Heart and soul: Spirituality in cardiovascular care“ – praktischer Überblick darüber, wie spirituelle Unterstützung bei schweren Erkrankungen wirkt, einschließlich der Rolle von Klinikseelsorge und sinnorientierter Begleitung.

  • Jeff Levin (2024), JORH/Baylor PDF – empirische und konzeptionelle Übersicht zu Meditation, Achtsamkeit und Gebet als seriöse, wissenschaftlich gestützte Methoden zur Stressreduktion.

  • Health Affairs, „Spirituality As A Determinant Of Health“ – gesundheitspolitisches Plädoyer, Spiritualität als sozialen Einflussfaktor auf die Gesundheit zu behandeln, mit Folgen für die Versorgungssysteme.

  • Integratives Review zu Spiritualität bei fortgeschrittener Erkrankung (Springer) – behandelt psychische Anpassung, Widerstandskraft, unerfüllte spirituelle Bedürfnisse und ein Modell für die Einbindung spiritueller Begleitung.

  • Recovery Spirituality (MDPI) – beschreibt die vertikale und horizontale Dimension von Spiritualität in der Genesung und benennt Kernaspekte wie Loslassen, Dankbarkeit, Demut und Vergebung.

  • Glaubensbasierte und klassische Genesungsprogramme im Vergleich – für einen praktischen Vergleich zwischen glaubensbasierten Programmen und konventionellen Rehabilitationsstrukturen.

 

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ist keine medizinische oder klinische Beratung. Bitte kläre deine eigene Situation mit einer qualifizierten medizinischen Fachperson oder anhand der Originalquelle.

 

Häufige Fragen

 

Wie unterstützt Spiritualität die Genesung?

 

Spiritualität unterstützt die Genesung auf drei Wegen: Sie gibt nach Krankheit oder Verlust wieder Sinn, baut Stress über Körper-Geist-Praktiken wie Atemarbeit und Meditation ab und stärkt die Verbindung zu anderen. Harvard Health beschreibt schwere Krankheit als häufigen Auslöser einer Sinnkrise, und Studien verbinden spirituelles Wohlbefinden mit weniger Angst, mehr Widerstandskraft und höherer Lebensqualität. Am besten wirkt sie persönlich abgestimmt und begleitend zur Behandlung.

 

Können spirituelle Praktiken eine medizinische Behandlung ersetzen?

 

Nein. Spirituelle Begleitung ergänzt ärztliche und therapeutische Behandlung, sie ersetzt sie nicht. Setz verordnete Behandlungen fort und erzähl deinem Behandlungsteam, welche Praktiken du nutzt, vor allem wenn sie auf den Körper wirken, etwa Fasten, Kräuter oder intensive Atemarbeit. Wird die Belastung deutlich stärker oder hast du Gedanken, dir etwas anzutun, wende dich an Fachleute; die Telefonseelsorge ist unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 erreichbar, im Notfall die 112.

 

Wie finde ich die richtige spirituelle Praxis für mich?

 

Beginn mit Praktiken, die sich kulturell vertraut und persönlich stimmig anfühlen, probier jeweils eine über ein paar Wochen aus und achte darauf, was dich wirklich beruhigt oder stärkt. In der kostenlosen Spine App von Spiritual Network beschreibst du in eigenen Worten, was dich belastet, und bekommst Begleiter, Praktiken, Veranstaltungen und Podcasts vorgeschlagen, die zu deiner Situation passen, online oder in deiner Nähe.

 

Welche Rolle spielt Spiritualität auf dem Weg aus der Sucht?

 

Die Forschung bestätigt, dass Spiritualität für viele eine wichtige Ressource auf dem Weg aus der Sucht ist. Wie sie sich zeigt, hängt aber von Geschlecht und ethnischer Herkunft ab – ein persönlicher Zugang wirkt deshalb besser als ein Programm nach Schema F.

 

Wie lange dauert es, bis ich durch spirituelle Praktiken einen Unterschied merke?

 

Akuter Stress kann schon nach wenigen Tagen regelmäßiger Praxis nachlassen, etwa mit einer zweiminütigen Reflexion über Dankbarkeit und Loslassen vor dem Schlafen. Tiefere Veränderungen in Sinn und Perspektive entfalten sich meist über Wochen bis Monate, eine langfristige Integration dauert oft ein Jahr oder länger. Der Vier-Wochen-Plan in diesem Beitrag, der mit dem Besuch einer Gemeinschaft und dem Kontakt zu einer Begleitung endet, ist ein realistischer erster Testzeitraum.

Nach einer schweren Erkrankung ist nichts mehr wie vorher. Wo finde ich Menschen, die diesen Weg kennen?

Menschen, die diesen Weg kennen, findest du in Selbsthilfegruppen für Betroffene, in der Klinikseelsorge und in psychosozialen Beratungsstellen und bei spirituellen Begleitern, die das Leben nach schwerer Krankheit begleiten. Bei Spiritual Network, einem weltweiten Verzeichnis von Heilern und spirituellen Begleitern, beschreibst du in der kostenlosen Spine App, was sich seit deiner Erkrankung verändert hat, und siehst passende Begleiter, Sitzungen, Workshops und Retreats online oder in deiner Nähe. Halte dein Behandlungsteam dabei auf dem Laufenden.

Über Spiritual Network

Spiritual Network verbindet dich weltweit mit spirituellen Heilern, Energiearbeitern und ganzheitlichen Begleitern, online oder in deiner Nähe, über die kostenlose Spine App. Gegründet von Sylvia Leifheit.


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