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Loslassen, was dich auslaugt: Cord Cutting in 5–10 Minuten, mit oder ohne Kerze

Autorenbild: Spiritual Network
Spiritual Network
vor 5 Tagen
12 Min. Lesezeit

Hände zerreißen beim Loslass-Ritual ein Blatt Papier

Cord Cutting ist ein symbolisches Ritual, um energetische Bindungen zu lösen, die dir nicht mehr guttun – mit Absicht, Visualisierung und manchmal Kerzen oder einem Faden, die die Trennung sichtbar machen. Es hilft Suchenden, die sich von einer Beziehung, einer Gewohnheit oder einer Erinnerung, die sie nicht loswerden, dauerhaft ausgelaugt fühlen. Wenn diese Beschreibung zu dem passt, was du mit dir trägst, sind eine Meditation ohne Hilfsmittel heute Abend oder eine begleitete Sitzung bei einer Praktizierenden beide ein guter Anfang.

 

Kurz gefasst:  
  • Cord Cutting richtet sich vor allem auf emotionale, energetische Bindungen, die anhaltenden Schmerz, Erschöpfung oder ungewollte Wiederholungsmuster verursachen – nicht auf Erinnerungen oder Liebe.

  • Am wirksamsten ist es als sanfte innere Verschiebung, besonders wenn du dich nach dem Ende einer Beziehung oder bei einer hartnäckigen Gewohnheit gefangen oder angebunden fühlst.

  • Die Praxis lebt von Absicht und Visualisierung, nicht von Gegenständen oder bestimmten Ritualen, und funktioniert mit oder ohne Hilfsmittel wie Kerzen oder Schnur.

  • Bei schwerer seelischer Not – etwa Gedanken, dir selbst zu schaden, oder einem Trauma, das wie eingefroren wirkt – ist es nicht geeignet. Das braucht professionelle psychologische Unterstützung.

  • Auf das Lösen sollte ein bewusstes neues Verbinden folgen, mit gesünderen Mustern oder unterstützenden Menschen, damit alte Dynamiken nicht zurückkehren.

 



Was ist Cord Cutting, und woher kommt es?

 

Cord Cutting beruht auf einer einfachen Vorstellung: Emotionale Bindungen werden nicht nur gefühlt, man stellt sie sich als buchstäbliche Energiefäden vor, die dich mit einem anderen Menschen, einem Ort oder einem Muster verbinden. Wird eine Bindung schmerzhaft, auslaugend oder einseitig, durchtrennst du diesen Faden symbolisch. Die Handlung selbst wirkt, nicht irgendein Gegenstand.

 

Der Name kommt aus dem Englischen: „Cord Cutting“ heißt wörtlich „die Schnur durchtrennen“. Im Englischen meint derselbe Ausdruck auch das Kündigen eines Kabelanschlusses – darum geht es hier natürlich nicht. Gemeint ist etwas Älteres und Innerlicheres.

 

Die Praxis schöpft lose aus mehreren Traditionen: aus Formen der Sympathiemagie, in denen symbolische Gegenstände für echte Beziehungen stehen, aus schamanischen Praktiken rund um Seelenrückholung und energetische Grenzen und aus der Visualisierungsarbeit, die in heutigen Hexen- und Energieheilungskreisen verbreitet ist. Keine einzelne Kultur besitzt sie, und kein einzelnes Skript ist das „richtige“.

 

Wichtiger als die Herkunft ist die Absicht. Rituale und symbolische Handlungen können das subjektive Erleben und Verhalten über psychologische Mechanismen wie fokussierte Absicht verändern – eine Dynamik, die die Forschung in Placebo-Studien beschrieben hat. Du brauchst keinen Altar, keine bestimmte Kerzenfarbe und keinen Segen einer Lehrerin, damit sich ein Cord-Cutting-Ritual bedeutsam anfühlt.

 

Ein paar Dinge, die du für den Anfang festhalten kannst:

 

  • Hilfsmittel sind freiwillig. Die Absicht nicht.

  • Das Ritual löscht weder Erinnerung noch Liebe. Es verändert deine Beziehung zu dem Sog.

  • Kulturen nutzen seit jeher Rituale, um Übergänge zu markieren und Verlust zu verarbeiten. Das hier ist ein kleiner Zweig dieses viel größeren Baums.

  • Du kannst jedes Skript hier in deine eigenen Worte bringen. Die genaue Formulierung zählt weniger, als dass du sie ernst meinst.

 

Wann Cord Cutting sinnvoll sein kann

 

Bestimmte Anzeichen tauchen oft auf, bevor jemand zu dieser Praxis greift. Sie zu erkennen hilft dir, die passende Antwort zu wählen, statt zum Ritual zu greifen, wenn eigentlich etwas anderes gebraucht wird.

 

  1. Du denkst zwanghaft an die Person oder die Situation, auch wenn du aktiv versuchst, es nicht zu tun.

  2. Du fühlst dich körperlich oder emotional ausgelaugt nach dem Kontakt – oder schon, wenn du nur daran denkst.

  3. Du bemerkst ein wiederkehrendes Muster, etwa dass du mit verschiedenen Menschen immer wieder in dieselbe schmerzhafte Dynamik gerätst.

  4. Eine Beziehung ist zu Ende, aber etwas in dir fühlt sich noch angebunden, unabgeschlossen, unfähig weiterzugehen.

  5. Groll oder Trauer drehen sich im Kreis, ohne dass neue Informationen oder neue Gefühle in den Kreislauf kommen.

 

Ein schneller Check, ob ein Ritual passt: Wenn das, was du trägst, belastend, aber nicht gefährlich ist, ist ein Cord-Cutting-Ritual eine vernünftige, sanfte Antwort. Wenn du Gedanken hast, dir selbst zu schaden, unkontrollierbare Panik erlebst oder eine Trauer, die sich eher eingefroren als fließend anfühlt, braucht es zuerst eine approbierte psychotherapeutische Fachperson – spirituelle Arbeit kann später dazukommen. In akuten Krisen erreichst du die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 0800 111 0 111, im Notfall wählst du die 112.

 

Ein ethischer Hinweis, bevor du weitermachst: Cord Cutting wirkt am besten, wenn es sich auf deine eigene Bindung richtet, nicht auf den Willen eines anderen Menschen. Es geht um Loslassen, nicht um Kontrolle.

 

Was du brauchst: freiwillige Hilfsmittel, Erdung und Sicherheit

 

Nichts auf dieser Liste ist Pflicht. Rituelle Gegenstände dienen als Brennpunkt für die Absicht, nicht als Zutaten eines Rezepts.

 

  • Eine Kerze (oft weiß oder schwarz) als Zeichen für Wandlung und das Verbrennen der Bindung.

  • Ein Stück Schnur, Band oder Garn, locker gehalten oder umwickelt, als Zeichen für die Verbindung selbst.

  • Eine Schere oder eine kleine Klinge, um die Schnur am Höhepunkt des Rituals tatsächlich zu durchtrennen.

  • Eine Schale mit Wasser oder Salz, um den Raum vorher oder nachher zu reinigen.

  • Räucherwerk oder ein Räucherbündel, um den Übergang zu markieren, wenn Duft für dich zum Ritual gehört.

  • Ein feuerfestes Gefäß, um Papier oder Faden sicher zu verbrennen und alles Angezündete vollständig zu löschen.

 

Bevor du beginnst, erde dich: ein paar langsame Atemzüge, die Füße flach auf dem Boden, ein Moment der Stille. Mach den Raum frei, indem du ein Fenster öffnest, kurz aufräumst oder einfach die Absicht setzt, dass dieser Raum dem Loslassen dient. Wenn du mit Feuer arbeitest, lass es nie unbeaufsichtigt, halte es von Stoff und Papier fern und stell Wasser bereit.

 

Praxistipp: Wenn du in einer Wohnung lebst oder keine Kerzen sicher anzünden kannst, funktionieren eine kleine LED-Kerze und ein Papierstreifen, den du mit der Hand zerreißt, genauso gut. Das Ritual lebt in deiner Absicht, nicht in einer offenen Flamme.

 

Ein Cord-Cutting-Ritual mit Kerze, Schritt für Schritt

 

Dieses Skript gibt dir eine vollständige Zeremonie, der du von Anfang bis Ende folgen kannst. Lies es einmal ganz durch, bevor du beginnst, und bring die gesprochenen Sätze dann in deine eigene Sprache.

 

Vorbereitung (5 bis 10 Minuten)

 

  1. Such dir einen ruhigen Ort, an dem du mindestens zwanzig Minuten ungestört bist.

  2. Erde dich mit fünf langsamen Atemzügen und lass jedes Ausatmen länger dauern als das Einatmen.

  3. Setz deine Absicht laut oder schriftlich: Benenne so genau wie möglich, was du loslässt. Statt „diese Beziehung“ zum Beispiel: „der Teil von mir, der immer noch auf eine Entschuldigung wartet, die nicht kommt.“

  4. Mach einen kurzen Sicherheitscheck: Kerze auf einer stabilen Fläche, Wasser oder ein Deckel in der Nähe, nichts Brennbares in Reichweite.

 

Die Zeremonie

 

  1. Zünde deine Kerze an. Sieh zu, wie sich die Flamme beruhigt, bevor du weitermachst.

  2. Halte die Schnur oder das Band zwischen beiden Händen. Schließ die Augen und stell dir die Verbindung vor, die von deinem Körper zu der Person, Gewohnheit oder Erinnerung führt, die du loslässt. Spür, wo du sie wahrnimmst: Brust, Bauch, Hals.

  3. Sag zum Beispiel: „Ich sehe diese Verbindung. Ich ehre, was sie mir gegeben hat. Ich bin bereit, loszulassen, was meinem Weg nicht mehr dient.“

  4. Nimm die Schere und durchtrenne die Schnur mit einem Schnitt. Manche führen die Enden danach kurz durch die Kerzenflamme – vorsichtig und nur bei echtem Feuer –, als Zeichen dafür, dass sich die Bindung ganz auflöst.

  5. Bleib einen Moment bei dem, was du körperlich spürst. Manche fühlen sich fast sofort leichter, andere spüren gar nichts Dramatisches – beides ist normal.

  6. Sag einen abschließenden Satz: „Diese Verbindung ist durchtrennt. Ich kehre zu mir zurück, ganz.“

  7. Lösch die Kerze vollständig. Wirf die Schnur in den Müll oder verbrenne sie sicher in deinem feuerfesten Gefäß, bis nur noch Asche übrig ist.

 

Danach

 

Rechne mit ganz unterschiedlichen Reaktionen, nicht mit einem einzigen großen Loslassen. Manche weinen. Manche werden ruhig. Manche spüren zuerst nichts und bemerken erst Tage später eine Veränderung. All das liegt im normalen Bereich dessen, was Ritualarbeit bewirkt.

 

Die Forschung zu Ritualen und Placebo zeigt, dass Erwartung und symbolische Rahmung das subjektive Erleben tatsächlich prägen. Wird eine Praxis mit klarer Absicht und voller Aufmerksamkeit ausgeführt, fühlt sie sich messbar anders an als dieselben Handlungen nebenbei. Das heißt nicht, dass Cord Cutting „nur“ Placebo ist. Es heißt, dass der Mechanismus, über den Rituale wirken – gebündelte Aufmerksamkeit, die das Erleben formt –, real ist und ernst genommen werden sollte, statt ihn abzutun.

 

Nimm dir nach der Zeremonie Zeit, bevor du zurück in deinen Tag springst. Zehn ruhige Minuten, ein Spaziergang oder einfach eine Tasse Tee lassen dein Nervensystem zur Ruhe kommen, bevor du dich wieder den Anforderungen des Alltags stellst.

 

Cord-Cutting-Meditation ohne Hilfsmittel

 

An manchen Tagen hast du weder Kerzen noch Privatsphäre noch zwanzig ungestörte Minuten. Diese Fassung braucht nichts als deinen Atem und ein paar ruhige Minuten.

 

  • Setz oder leg dich bequem hin. Schließ die Augen und nimm drei langsame Atemzüge. Lass mit jedem Ausatmen die Schultern sinken.

  • Hol dir die Person, die Gewohnheit oder die Version deiner selbst ins Bewusstsein, die du loslassen willst. Stell dir einen Lichtfaden oder eine dünne Schnur vor, die deine Brust mit der anderen Person verbindet (oder mit der Erinnerung, oder mit der alten Gewohnheit selbst).

  • Nimm Farbe, Beschaffenheit und Zug dieser Verbindung wahr, ohne zu bewerten, was du findest.

  • Stell dir beim Ausatmen eine Schere, eine Klinge aus Licht oder einfach deine eigene Hand vor, die die Verbindung sauber durchtrennt.

  • Sieh zu, wie sich das lose Ende, das dir am nächsten ist, in Licht oder Rauch auflöst, und stell dir vor, wie diese Energie in deine eigene Brust zurückkehrt.

  • Leg eine Hand aufs Herz und sag dir innerlich einen Satz, mit dem du dich zurückholst: „Diese Energie gehört wieder mir.“

 

Diese Fassung eignet sich gut, um Bindungen an Gewohnheiten zu lösen („mein Verhältnis zum Scrollen um zwei Uhr nachts“) oder an eine frühere Version deiner selbst („wer ich in dem Job war, den ich gehasst habe“) – nicht nur an andere Menschen. Viele Praktizierende finden es sogar sanfter und wirksamer, sich auf ein Muster statt auf einen Menschen zu richten, weil du dann nicht versuchst, den Willen eines anderen zu durchtrennen, sondern nur deinen eigenen Griff löst.

 

Wiederhole diese Meditation wöchentlich oder immer dann, wenn der alte Sog stark zurückkommt. Wenn du danach zwei, drei Zeilen aufschreibst – was aufkam, wie die Verbindung aussah, was sich verschoben hat –, siehst du mit der Zeit, ob das Loslassen hält.


Mensch ruht nach einer Cord-Cutting-Meditation

Nachsorge: den Raum füllen, nachdem du die Verbindung durchtrennt hast

 

Ein leerer Raum, den eine durchtrennte Verbindung hinterlässt, bleibt nicht lange leer. Wenn du ihn nicht bewusst füllst, schleichen sich alte Muster oft wieder ein, einfach weil sie vertraut sind.

 

  • Schreib direkt nach dem Ritual fünf Minuten lang: was du bemerkt hast, was du gefühlt hast, was in dem Raum wachsen soll, den du geschaffen hast.

  • Schaff dir ein kleines tägliches Ritual für das, was du stattdessen willst: morgens eine Kerze anzünden, ein kurzer Spaziergang, ein paar Minuten Stille.

  • Ruh dich ein, zwei Tage mehr aus als sonst. Emotionales Loslassen, auch symbolisches, kann still ermüden.

  • Verbring Zeit mit Menschen, die dir Halt geben, statt dich direkt danach zurückzuziehen.

  • Schau dir deine Absicht nach einer Woche und noch einmal nach einem Monat an, um zu sehen, was sich verändert hat und was nicht.

 

Es geht nicht darum zu vergessen, wofür die Verbindung stand. Es geht darum, bewusst zu wählen, was an ihre Stelle tritt, statt die alte Dynamik ganz selbstverständlich zurückgleiten zu lassen. Gib dem Prozess echte Zeit: Die meisten bemerken über zwei bis vier Wochen eine allmähliche, keine plötzliche Integration. Kommen alte Gefühle mit derselben Stärke zurück, ist das ein Zeichen, das Ritual zu wiederholen oder dir Unterstützung in einer Gemeinschaft zu suchen – nicht dafür, dass die Praxis gescheitert ist.

 

Praxistipp: Leg dir ein kleines Notizbuch nur für die Cord-Cutting-Arbeit an. Wenn du Monate später alte Einträge liest, zeigen sich oft Muster, die du im Moment nicht sehen konntest – und du hast einen greifbaren Beleg dafür, wie weit du gekommen bist.

 

Sicherheit, Ethik und was Cord Cutting realistisch leisten kann

 

Cord Cutting ist eine symbolische und spirituelle Praxis, keine medizinische oder psychologische Behandlung. Es kann neben Therapie, Medikamenten oder anderer schulmedizinischer Versorgung stehen, ersetzt aber nichts davon – und kein verantwortungsvoller Ratgeber sollte etwas anderes behaupten.

 

Ein paar ethische Leitplanken sind hier wichtig:

 

  • Richte Cord Cutting auf deine eigene Bindung und Heilung, nicht darauf, die Gefühle oder Entscheidungen eines anderen Menschen zu steuern.

  • Wo möglich und angemessen, frag um Erlaubnis, bevor du Rituale ausführst, die ausdrücklich den Namen oder das Bild eines anderen Menschen einbeziehen.

  • Vermeide jede Form von Zauber, die darauf zielt, ein Ergebnis zu erzwingen – eine Trennung, eine Versöhnung, eine Entschuldigung. Damit wird aus Loslassen Kontrolle.

  • Wenn sich deine aufdringlichen Gedanken, deine Trauer oder deine Angst nicht mehr nur hartnäckig, sondern unbeherrschbar anfühlen, ist eine Therapeutin oder Beratungsstelle der richtige erste Schritt – kein Ritual als Ersatz.

  • Wenn eine Praktizierende verspricht, einen „Fluch zu entfernen“, oder gegen Bezahlung ein bestimmtes Ergebnis garantiert, ist das ein Warnsignal, keine Expertise.

 

Realistisch betrachtet bietet Cord Cutting eine strukturierte Form, eine innere Veränderung zu markieren, für die du dich bereits entschieden hast. Es löscht keine Erinnerung, und es sorgt nicht dafür, dass dir jemand über Nacht nicht mehr in den Sinn kommt. Was es kann: deinem Nervensystem ein klares, körperlich spürbares Signal geben, dass sich etwas verändert hat – und das empfinden viele als wirklich stabilisierend.

 

Wie Spiritual Network dich beim nächsten Schritt unterstützen kann

 

Wenn dich diese Praxis anspricht, du sie aber nicht allein machen möchtest: Spiritual Network ist ein Verzeichnis, in dem du Energiearbeiter, Reiki-Praktizierende, schamanische Begleiter und andere ganzheitliche Praktizierende findest, die Sitzungen, Workshops und Podcasts anbieten – online und vor Ort, weltweit.

 

Du kannst nach der Art von Unterstützung suchen, die du dir wünschst – Energiearbeit, intuitive Begleitung, Trauerbegleitung – und die Profile der Praktizierenden in deinem Tempo in der kostenlosen Spine App durchsehen. Die Profile sind auf der Plattform einsehbar; die Praktizierenden dort sind jedoch nicht als Gruppe geprüft oder empfohlen.

 

Bevor du eine Sitzung buchst, hilft es, direkt nachzufragen:

 

  • Wie läuft eine Cord-Cutting- oder Energiereinigungs-Sitzung bei dir üblicherweise ab?

  • Wie gehst du mit Nachsorge oder Begleitung danach um?

  • Was sollte ich danach fühlen, und was liegt außerhalb des Üblichen?

 

Sei vorsichtig bei allen, die ein bestimmtes emotionales Ergebnis garantieren oder behaupten, dich rundweg zu „heilen“. Eine geerdete Praktizierende beschreibt ihren Ansatz ehrlich und lässt dich entscheiden, ob er zu dir passt.

 

Zum Weiterlesen: Ritual, Bindung und Loslassen

 

Ein paar Quellen geben nützlichen Hintergrund, wenn du tiefer in Wissenschaft und Kultur hinter dieser Praxis einsteigen möchtest:

 

  • Harvard Health zur Placebo-Forschung – erklärt, wie Rituale und Erwartungen das subjektive Erleben tatsächlich prägen, und hilft zu verstehen, warum sich Cord Cutting wirksam anfühlen kann.

  • NPR über die Rolle von Ritualen in verschiedenen Kulturen – ein breiterer Blick darauf, warum symbolische Praxis Menschen hilft, Übergänge und Verluste zu verarbeiten.

  • Die Umfragen des Pew Research Center zu spirituellen Praktiken – sie zeigen, dass die Verbindung von schulmedizinischer Versorgung und spiritueller Praxis in den USA verbreitet ist und keine Randerscheinung.

 

Deinen eigenen Zugang zu dieser Praxis finden

 

Der Anfang einer spirituellen Praxis kann auf eine ganz bestimmte Weise verwirrend sein, die man kaum benennen kann, bis man mittendrin steckt. Es gibt mehr Bücher, als ein Mensch in einem Leben lesen könnte, mehr Lehrende mit widersprüchlichen Methoden, mehr Traditionen, die sich gegenseitig so bedienen, dass kaum noch erkennbar ist, wo etwas eigentlich beginnt. Vielleicht bist du hier gelandet, nachdem du ein Dutzend verschiedener Begriffe gesucht hast – halb überzeugt, dass es eine richtige Reihenfolge gibt, die du verpasst.

 

Es gibt keine. Ein Ritual ist im Kern eher Sprache als Gesetz. Es passt sich dem Menschen an, der es übt. Eine Cord-Cutting-Zeremonie mit Kerze und vorformulierten Worten hat nicht mehr eigene Kraft als eine, die du schweigend in der Mittagspause auf einer Parkbank vollziehst. Was beide verbindet, ist Aufmerksamkeit: die Entscheidung, etwas als bedeutsam zu markieren, und dein Nervensystem diese Markierung als echt registrieren zu lassen.

 

Wenn du noch um den Einstieg kreist, unsicher, ob du es „richtig machst“ oder ob du überhaupt genug daran glaubst, um anzufangen – dieses Zögern disqualifiziert dich nicht. Die meisten, die heute sicher in einer spirituellen Praxis stehen, standen einmal genau da, wo du jetzt stehst: mit einem Stapel halb verstandener Ideen und ohne klare Lehrerin. Du musst nicht jede Tradition beherrschen, bevor du heute Abend ein kleines Ritual ausprobierst.

 

Wenn du diesen Weg lieber nicht allein gehen möchtest: Spiritual Network ist dafür da, den ersten Schritt kleiner zu machen – ein Ort, an dem du eine Praktizierende, eine Sitzung oder eine Gemeinschaft findest, die denselben Fragen nachgeht wie du, in dem Tempo, das sich für dich ehrlich anfühlt.


Deinen eigenen Zugang zu dieser Praxis finden – Übersichtsgrafik

Häufige Fragen

 

Wirkt Cord Cutting wirklich?

 

Cord Cutting wirkt als symbolische und psychologische Praxis: Es löscht weder Erinnerung noch Liebe, aber Rituale und gebündelte Absicht können tatsächlich verändern, wie ein Mensch Bindung erlebt und verarbeitet – ein Muster, das die Placebo- und Ritualforschung beschreibt. Viele berichten von echter Erleichterung, die Ergebnisse sind aber unterschiedlich und weder garantiert noch medizinisch.

 

Was passiert mit der anderen Person nach einem Cord Cutting?

 

Cord Cutting gilt im Allgemeinen als innere Verschiebung deiner eigenen Energie und Aufmerksamkeit, nicht als Handlung, die auf den Geist oder Willen eines anderen wirkt. Die meisten Praktizierenden verstehen es als Loslassen deiner eigenen Bindung, nicht als Einfluss auf die Gefühle oder Entscheidungen der anderen Person.

 

Was bedeutet Cord Cutting in einer Beziehung?

 

In einer Beziehung bedeutet Cord Cutting, eine emotionale Bindung symbolisch zu lösen, die einseitig, auslaugend oder unabgeschlossen geworden ist – oft nach einer Trennung, einem Kontaktabbruch oder einer Dynamik, die du loslassen willst. Es soll deine eigene Heilung unterstützen, nicht die Beteiligung des anderen beenden oder steuern.

 

Was brauche ich für ein Cord-Cutting-Ritual?

 

Streng genommen nichts. Mögliche Hilfsmittel sind eine Kerze, ein Stück Schnur oder Band als Zeichen für die Verbindung, eine Schere, Wasser und ein feuerfestes Gefäß zum Entsorgen – das Ritual wirkt aber über die Absicht, nicht über einen bestimmten Gegenstand.

 

Wie oft sollte ich Cord Cutting machen?

 

Es gibt keinen festen Rhythmus. Viele machen eine vollständige Zeremonie, wenn sich eine bestimmte Bindung reif zum Loslassen anfühlt, und nutzen danach wöchentlich oder immer, wenn alte Gefühle zurückkommen, die kürzere Meditation ohne Hilfsmittel.

 

Kann ich auch Verbindungen zu mir selbst durchtrennen, zum Beispiel zu alten Gewohnheiten oder einer früheren Version von mir?

 

Ja. Die Praxis auf eine Gewohnheit, ein Muster oder eine frühere Version deiner selbst zu richten, ist verbreitet und gilt oft als sanfter, als sie auf einen anderen Menschen zu richten – weil du deinen eigenen Griff löst, statt auf den Willen eines anderen einzuwirken.

 

Wann sollte ich statt eines Cord-Cutting-Rituals eine Therapeutin aufsuchen?

 

Wenn zu dem, was du trägst, Gedanken gehören, dir selbst zu schaden, unkontrollierbare Panik oder eine Trauer, die sich eher eingefroren als allmählich in Bewegung anfühlt, sollte eine approbierte psychotherapeutische Fachperson dein erster Schritt sein. In akuten Krisen erreichst du die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111, im Notfall die 112. Spirituelle Praxis kann diesen Prozess danach begleiten, ersetzt ihn aber nicht.

Über Spiritual Network

Spiritual Network verbindet dich weltweit mit spirituellen Heilern, Energiearbeitern und ganzheitlichen Begleitern, online oder in deiner Nähe, über die kostenlose Spine App. Gegründet von Sylvia Leifheit.


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