Was passiert bei einer Rückführung in frühere Leben wirklich?
Du bleibst die ganze Zeit bei Bewusstsein. Ursula Demarmels beschreibt eine geführte Trance, in der du jederzeit aufstehen und gehen kannst. Sie führt zurück durch dieses Leben bis in die Zeit vor der Geburt und von dort in ein früheres Leben.
Die meisten Beschreibungen von Rückführungen sind entweder Werbung oder Abwertung. Hier liest du, wie eine Praktikerin den tatsächlichen Ablauf beschreibt, damit du beurteilen kannst, ob das etwas für dich ist.
Ursula Demarmels hat über 6.500 Sitzungen geleitet und wurde bei Dr. Michael Newton ausgebildet, als seine erste europäische Absolventin.
Du bleibst bei Bewusstsein
Genau das verstehen die meisten falsch. Sie beschreibt den Zustand als spirituelle Trance, in der du wach bleibst und jederzeit aufstehen oder gehen kannst. Ihr Vergleich: ein fesselnder Film. Du bist mitten in der Geschichte, bekommst aber trotzdem mit, dass neben dir jemand Popcorn isst und jemand anderes zu spät gekommen ist. Zwei Dinge laufen gleichzeitig. Ein Teil reist, der andere bleibt da.
Der Weg durch die Sitzung
Die Sitzung geht zurück durch das jetzige Leben, die Jugend, die Kindheit, die Zeit vor der Geburt und von dort in ein früheres Leben. Welches frühere Leben das ist, wählt sie nicht aus. Das überlässt sie dem Klienten und seiner geistigen Führung, denn hilfreich ist das Leben, das mit der aktuellen Situation der Person zu tun hat. Dann geht die Sitzung durch dieses Leben bis zum letzten Tag und zum Moment des Todes. Der Klient erlebt, wie er den Körper verlässt, und merkt dann, dass er noch da ist.
Die Menschen reagieren körperlich. Sie erzählt von Klienten, die weinen, bevor die Sitzung überhaupt die Kindheit hinter sich gelassen hat, auch von solchen, die fest überzeugt kamen, bei ihnen werde nichts passieren. Anwälte und Manager kommen regelmäßig, überzeugt, sie seien dafür zu rational.
Zwei Grenzen, die du vorher kennen solltest
Nicht bei jedem klappt es. Sie beschreibt einen Klienten, bei dem die Sitzung einfach nicht in Gang kam, und die Botschaft, die sie erhielt, lautete: Diese Person ist noch nicht so weit. Sie nahm das an, statt Druck zu machen. Wenn dir jemand das Erlebnis trotzdem verspricht, ist das ein Unterschied, auf den du achten solltest.
Und ein Erlebnis ist noch kein Plan. Für die Zeit danach legt sie Wert auf kleine, konkrete nächste Schritte statt großer Vorsätze, weil die großen zuverlässig nach drei Wochen in sich zusammenfallen. Sie empfiehlt kurze tägliche Übungen von jeweils zehn Minuten, weil genau das auf Dauer hält.
Das Wichtigste in Kürze
- Du bleibst bei Bewusstsein und kannst die Sitzung jederzeit beenden.
- Der Begleiter wählt nicht aus, welches frühere Leben auftaucht.
- Die Todesszene dieses Lebens gehört fest zur Sitzung.
- Lies dich vorher ein, damit die Sitzung von einem gemeinsamen Verständnis ausgeht.
- Plane kleine nächste Schritte statt einer kompletten Lebenswende.
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