Wie findest du den richtigen Begleiter für eine Rückführung?
Achte darauf, was jemand ablehnt. Wer sorgfältig arbeitet, akzeptiert, dass eine Sitzung auch einmal nicht in Gang kommt, unterbindet Versuche, heutiges Verhalten mit Erlebnissen aus früheren Leben zu rechtfertigen, und stellt die Arbeit nicht als Ersatz für eine Therapie dar.
Rückführungsarbeit ist in den meisten Ländern nicht reguliert, und die Qualität schwankt stark. Es gibt kein Zertifikat, das du nachschlagen kannst und das die Frage klärt. Du kannst aber auf ein paar Merkmale achten, an denen sich sorgfältige Arbeit vom Rest unterscheidet.
Ist Bereitschaft für ihn eine echte Grenze?
Ursula Demarmels, die über 6.500 Sitzungen geleitet hat, erzählt von einem Fall, in dem eine Sitzung nicht in Gang kam. Sie akzeptierte, dass die Person noch nicht so weit war, statt etwas zu erzwingen. Sie beschreibt auch einen Klienten, der mitten in der Sitzung erkannte, was eine Veränderung von ihm verlangen würde, sich weigerte und ging. Sie ließ ihn gehen. Wer das Erlebnis garantiert, egal wer vor ihm sitzt, verspricht etwas, das nicht in seiner Hand liegt.
Lehnt er es ab, für dich zu deuten?
Den häufigsten Missbrauch benennt sie klar: Jemand erkennt eine Person aus einem früheren Leben wieder und leitet daraus einen Freibrief ab. Er war meine große Liebe, also muss mich der neue Kollege lieben. Sie war damals grausam zu mir, also darf ich mich in dieser Ehe jetzt schlecht benehmen. Ihre Aufgabe sei es, genau das schon in der Sitzung zu unterbinden. Wer solche Schlüsse stattdessen fördert, richtet Schaden an.
Grenzt er die Arbeit von Therapie ab?
Sie selbst sagt: Wer ernsthafte Probleme hat, sollte eine Therapie machen, Rückführung ist etwas anderes. Sei vorsichtig bei jedem, der Rückführung als Ersatz für eine medizinische oder psychologische Behandlung darstellt.
Bereitet er dich vor, und prüft er sich selbst?
Sie bittet ihre Klienten, sich vorher einzulesen, damit die Sitzung von einem gemeinsamen Verständnis ausgehen kann, statt Stunden mit Grundlagen zu verbringen. Sie erzählt auch, dass sie Schüler nicht in erster Linie nach Talent auswählt, sondern nach psychischer Stabilität, weil jemand, der sehr emotional ist, diese Arbeit nicht durchsteht. Dieselbe Frage gilt für den, der dich begleitet.
Noch ein Merkmal, aus einem anderen Blickwinkel. Demarmels sagt, sie halte sich bewusst aus der Szene heraus. Wenn sich jemand als spirituell weit fortgeschritten darstellt, fragt sie lieber nach dem ganz normalen Verhalten: Was tust du konkret, wie lebst du wirklich? Selbstdarstellung und Praxis sind zwei verschiedene Maßstäbe.
Das Wichtigste in Kürze
- Wer sorgfältig arbeitet, akzeptiert, dass eine Sitzung auch einmal nicht in Gang kommt.
- Versuche, heutiges Verhalten mit Erlebnissen aus früheren Leben zu rechtfertigen, werden unterbunden.
- Die Arbeit wird nicht als Ersatz für eine Therapie dargestellt.
- Du wirst gebeten, dich vorzubereiten, und es wird auf Stabilität geachtet, auch auf die eigene.
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